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Praktische Tipps für Christen zum verantwortungsvollen Umgang mit KI.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von Four12 veröffentlicht und sorgfältig ins Deutsche übersetzt.
Die englische Originalversion findest du hier: https://four12global.com/articles/wisdom-in-the-age-of-ai/
 

Timo Dinkelman

 

  • KI ist nicht geistlich oder lebendig, sondern eine Maschine, die gemäss riesigen Informationsmengen programmiert und trainiert wird – mit Antworten, die durch ein von Menschen entworfenes Regelwerk geleitet werden, das von Menschen mit säkularen Weltanschauungen erstellt wurde.
  • KI ist nicht allmächtig, noch besitzt sie überlegene Weisheit. Sie liefert oft hilfreiche Informationen, aber wir müssen daran erinnert werden, dass die einzig wahre Weisheit von oben kommt (Jakobus 3:13–17).
  • KI wird zunehmend trainiert, um kritischere zwischenmenschliche Funktionen zu ersetzen – nicht nur Routineaufgaben, sondern auch emotionale Rollen. GPTs 5.1-Launch  beispielsweise ist darauf ausgelegt, eine verstärkte emotionale Bindung zum Nutzer zu fördern. Es gibt auch KI-Roboter, die ein Kind ohne Elternanwesenheit in den Schlaf begleiten sollen.
  • Immer mehr Online-Inhalte werden von KI fabriziert und manipuliert – glaube nicht alles, was du siehst oder liest.

Als Gläubige sollten wir äusserst vorsichtig sein, wenn es darum geht, eine konversationelle KI wie ChatGPT für folgende Zwecke zu nutzen:

  • Andacht oder Stille Zeit: Verschiedene Plattformen  bieten geistliche Führung und Beratung auf der Grundlage von Gottes Wort an. Dennoch sind wir eingeladen, Gottes Stimme selbst zu hören und das Wort uns prägen zu lassen, während wir es lesen und mit ihm ringen. Zudem mag der weise Rat von Leitern der Ortsgemeinde, die einen kennen und lieben, länger dauern – aber es ist definitiv der sicherere und fruchtbarere Weg, im Lieben und Gehorchen Jesu zu wachsen.
  • Gebet: Dies soll eine Herzens-zu-Herzens-Verbindung und ein Dialog zwischen dir und Gott sein. Die einzige Unterstützung, auf die wir uns sicher verlassen können, ist das Beten der Schrift oder das Wirken des Heiligen Geistes in unseren Gebeten (Römer 8:26).
  • Predigtvorbereitung: Vermeide es, KI zur Erstellung von Predigtgliederungen oder -notizen zu nutzen. Die Vorbereitung einer Predigt sollte ein Prozess des persönlichen Ringens mit den Schriften sein – des Hörens auf den Geist, des Lesens von Hintergrund, Kontext und Kommentaren –, damit es dich prägt, bevor du mit Leidenschaft, Überzeugung und Relevanz predigen kannst.
  • Schöpfung von Anbetungsliedern: Einer nicht-geisterfüllten Maschine zu erlauben, ein geistliches Opfer für Gott zu schaffen, mag eine Form der Gottseligkeit haben, wird aber die Kraft Gottes vermissen lassen.
  • Zungenauslegung: Menschen haben dies getan, indem sie ihre geistliche Zungenrede aufgenommen und ChatGPT um Auslegung gebeten haben. Die Bibel ist klar: Da dies eine geistliche Gabe ist, die Gott Menschen gegeben hat (1. Korinther 12:10), ist es ein geistlicher Vorgang – zur Ermutigung von Einzelnen oder zur Auslegung durch einen anderen gläubigen, geisterfüllten Menschen.
  • Alles andere, wofür wir Gottes vorgesehene Kanäle benötigen – Sein Wort, Seine Stimme durch den Geist, die Kirche oder die Schöpfung –, um von Ihm zu empfangen.

Die Gefahr besteht darin, dass Menschen beginnen, das Werk und die Person des Heiligen Geistes durch eine künstliche Maschine zu ersetzen, die sich persönlich anfühlt und viele Antworten hat – uns aber niemals überführt oder in Gottes Berufung für unser Leben hineinbefähigt.

Als Christen haben wir das immense Privileg, einen Retter und Hirten zu haben, der uns ermutigt, nicht ängstlich oder furchtsam zu sein angesichts dessen, was kommen mag – nicht wegen des Verlustes von Arbeitsplätzen oder einer KI-Übernahme der Welt oder irgendetwas dazwischen. Jesus hat sein Volk durch die gesamte Geschichte hindurch versorgt und beschützt – trotz gewaltiger Veränderungen in Zivilisation und Technologie.

Wofür können wir KI sicher nutzen?

  • Faktenprüfung: In der allgemeinen Recherche, etwa bei der Predigtvorbereitung, kann man KI nutzen, um historische oder wissenschaftliche Details zur Unterstützung des Bibelstudiums zu finden – zum Beispiel zur Bestätigung von Daten biblischer Ereignisse oder geografischer Fakten –, aber immer mit vertrauenswürdigen christlichen Quellen abgleichen.
  • Vergleich von Standpunkten: KI nutzen, um verschiedene Perspektiven zu Themen wie Philosophien, historischen Sichtweisen oder Trends zusammenzufassen.
  • Administrative Aufgaben im Dienst: KI für praktische Organisation einsetzen, etwa für das Entwerfen von Veranstaltungseinladungen oder Terminerinnerungen für kirchliche Aktivitäten – um Zeit für relationale und geistliche Arbeit freizuhalten.
  • Analogien, Beispielideen oder das Erstellen von Bildern zur Veranschaulichung.

Wenn es etwas aus dieser Diskussion über den Einsatz von KI mitzunehmen gibt, dann dies: Geh tiefer in deine persönliche Beziehung zu Christus – ungefiltert durch Technologie –, verbringe Zeit in Seinem Wort und halte Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Das wird wahre Frucht und Freude bringen.